Ein junges Mädchen aus Heide dreht den Spieß gegen einen gefürchteten Serienmörder um, der übers Internet seine Opfer auflauert und tötet...

Im Januar 2013 begann Michael David Pate ohne Fördermittel mit der Vorproduktion zu „Gefällt Mir“. Das Drehbuch gewann sehr schnell Zusagen von Darstellern. Dies machte wiederum die lokale Presse in und um Heide aufmerksam, wonach es nur eine Frage der Zeit war, bis erste potenzielle Geldgeber hellhörig wurden. Und so wurde aus Vision Realität. Pate ließ sich nicht davon beirren, dass es der Genrefilm in Deutschland nicht leicht hat. „Das wollte ich nicht als Naturgesetz hinnehmen“, sagte er, „denn ich liebe Genrefilme und wollte auch nur etwas drehen, was ich selber gerne geguckt hätte.“

Der Film bedient sich an einem Genre, um am Ende eine starke Pointe zu bringen, die viele von uns als Gesellschaft vertreten, der wir aber als Kinogänger wiederum untreu werden: der Täter verdient nicht mehr Aufmerksamkeit als seine Opfer. So beginnt "Gefällt Mir" als Teenie-Slasher, entfaltet sich aber dann als gesellschaftskritische Satire, in der Welten aufeinanderstoßen: amerikanisch angehauchte Selbstjustiz gegen das deutsche Rechtssystem, Konsequenz gegen Gutmenschentum.

Ebenso wird die inzwischen alltägliche Interaktion zwischen Mensch und Medien auf neue Art auf die Leinwand gebracht, so dass wir unsere Nutzung des Internets regelrecht visualisiert bekommen werden. "Man wird förmlich erschlagen von den Bildern, die uns zeigen, wie wir täglich im WWW unterwegs sind", so ein Test-Zuschauer beim Screening im Februar 2014. Der Film beginnt wie viele andere auch: ein gutgläubiges Mädchen fällt dem Bösewicht zum Opfer. Es wird in "Gefällt Mir" übers Internet in eine Falle gelockt und muss grausam sterben, nur um als Leiche im Internet veröffentlicht zu werden und für den Mörder nicht mehr zu sein als ein Strich an seiner Wand: er sammelt die Accounts seiner Opfer wie Trophäen. Die junge Natascha aus Heide ist eine energische und radikale Kampfsportlerin, die aber ein unentschlossenes Leben führt. Sie findet allmählich ihre Berufung, als sie ihr Talent entdeckt, Triebtäter clever zur Strecke zu bringen. So endet sie in einem ungewöhnlichen Showdown mit dem Hauptbösewicht, wo sie die Schattenseiten der Selbstjustiz am eigenen Leib erfahren muss…

Der Film läuft ab dem 9. Oktober 2014 in den deutschen Kinos.